Wer seinen Sommerurlaub in Andalusien verbringt, sollte sich dieses besondere Naturerlebnis nicht entgehen lassen. Die Schweizer Stiftung firmm (foundation for information and research on marine mammals) bietet – sofern Wind und Wetter es zulassen – täglich zweistündige Bootsfahrten zur Beobachtung freilebender Wale und Delfine in der Straße von Gibraltar an.

Foto: Grindwalkalb

Von Juli bis Ende August stehen außerdem spezielle, rund dreistündige Orca-Touren auf dem Programm. Während dieser Zeit folgen die imposanten Schwertwale den Roten Thunfischen durch die Straße von Gibraltar. Diese jährliche Wanderung zählt zu den beeindruckendsten Naturschauspielen Europas und macht den Sommer zu einer ganz besonderen Zeit für Walbeobachtungen.

Foto: Orcas

Vor den Bootstouren gibt es eine ausführliche und informative Einführung in die Welt der Wale und Delfine. Der Vortrag dauert an die 30 Minuten und wird in verschiedenen Sprachen gehalten. Inhalt ist die Vorstellung der Arten der hier vorkommenden Meeressäuger, der Grund für ihr Vorkommen in der Straße von Gibraltar und auch die Aufklärung über die hier auftretenden Umweltprobleme.

Unter dem Motto: „Nur was wir Menschen kennen und lieben, sind wir bereit zu schützen“ versucht firmm die unaufhaltsame Zerstörung des Lebensraumes am Nadelöhr zwischen Atlantik und Mittelmeer zu verhindern. Hier in der Meerenge kann man sieben Walarten, auf Grund des hohen Nahrungsangebotes, erleben. Dieses kommt durch die speziellen geographischen Voraussetzungen in der Straße von Gibraltar und den daraus resultierenden Strömungsverhältnissen zu Stande.

Foto: Großer Tümmler

Zu den fünf Delfinarten zählen der schnelle Gewöhnliche Delfin, der mit seiner markanten gelb-grauen Zeichnung fasziniert, der auffallend gestreifte Blau-Weiße Delfin und der wohl bekannteste Vertreter, der Große Tümmler.

Foto: Gestreifter Delfin

Pottwale kommen in der Meerenge ganzjährig vor. Die sanften Riesen lassen sich nach ihren oft langen Tauchgängen regelmäßig an der Wasseroberfläche beobachten, bevor sie erneut in die Tiefe abtauchen, um nach ihrer bevorzugten Beute – dem Riesenkalmar – zu suchen.

Foto: Pottwal am Abtauchen

Mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich in der Straße von Gibraltar auch der größte hier heimische Meeressäuger entdecken: der Finnwal. Als einziger Bartenwal der Region ist er nach dem Blauwal das zweitgrößte Tier der Erde und zählt zu den beeindruckendsten Bewohnern dieser einzigartigen Meereslandschaft.

Foto: Finnwal vor Tarifa

Neben der Information ist die wissenschaftliche Forschung das zweite große Anliegen der Stiftung. Ziel ist es, möglichst viel über die faszinierenden Meeressäuger der Straße von Gibraltar zu erfahren, um ihren Schutz langfristig zu verbessern. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen sowohl in Vorträge als auch in die Bildungsangebote der Stiftung ein: www.firmm.education

Auf jeder Ausfahrt werden deshalb genaue Daten gesammelt. Dank dieser 28-jährigen Erfahrung kommt es auf 99% der Ausfahrten zu Sichtungen.

Es wird großen Wert auf eine vorsichtige Annäherung an die Tiere gelegt, um sie nicht zu stören, denn diese wundervollen Wesen und ihr Lebensraum müssen dringend geschützt werden.

Foto: Grindwale, vierte Delfinart in der „Straße“

Für Reservierungen und Fragen rufen Sie bitte unter der Telefonnummer (+34 )956 627 008 an oder informieren Sie sich auf unserer Webseite www.firmm.org 

Unser Büro ist gegenüber vom Hafen in Tarifa. Alle Mitarbeiter sprechen auch Deutsch.

C/Alcalde Juan Núñez, 10

11380 Tarifa (Cádiz)

Tel.:  (+34) 956 62 70 08

www.firmm.org

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