Bei der Entwicklung der A110 R haben sich die Ingenieure auf modernste Windkanaltechnik aus der Formel 1 gestützt. Ziel war ein optimales Gleichgewicht zwischen Anpressdruck und Luftwiderstand. Hierfür statteten sie das Frontend der A110 R mit der gleichen Spoilerlippe aus Kohlefaser wie beim Aero Kit der A110 S aus und integrierten außerdem Lufteinlassöffnungen, die an der Front zusätzliche 14 Kilogramm Downforce produzieren. Gleichzeitig reduzieren sie den Luftwiderstand und tragen so zur höheren Endgeschwindigkeit bei.

Einer gründlichen Überarbeitung unterzogen die Entwickler auch den Diffusor. Neben einem geringeren Gewicht zeichnet sich das komplett aus Kohle- und Glasfaser gefertigte Aerodynamikelement durch eine größere Breite aus. Dies bewirkt einen schnelleren Luftstrom und damit mehr Unterdruck unterhalb des Fahrzeugs. Vertikale Flaps verringern ebenso wie die innenliegende Verkleidung der Räder störende Luftturbulenzen. Zusätzlich kanalisieren neugestaltete Unterboden-Finnen noch effektiver den Luftstrom zum Diffusor. Die Wirksamkeit des Diffusors und des flachen Unterbodens erhöhen darüber hinaus verkleidete Radaufhängungen hinten.

Mehr Abtrieb durch modifizierten Heckspoiler

Der Heckspoiler der A110 R ist an sogenannten Schwanenhals-Halterungen befestigt. Diese sorgen nicht nur für eine sportliche Optik, sondern auch für eine höhere aerodynamische Effizienz, indem sie den Auftrieb an der Unterseite des Spoilers verringern. Die Form des Flügels entspricht der des Pendants bei der A110 S, jedoch ist er weiter hinten positioniert und verfügt über einen geringeren Anstellwinkel, wodurch sich der Luftwiderstand verringert. Unterm Strich gewannen die Alpine Entwickler am Fahrzeugheck 29 Kilogramm zusätzlichen Anpressdruck bei Höchstgeschwindigkeit.

Als weitere Aerodynamikmaßnahme vergrößern spezielle Seitenschweller aus Kohlefaser den Unterboden. Die zusätzliche Oberfläche sorgt für weniger Turbulenzen über die gesamte Länge des Fahrzeugs. Um die Luftströmung weiter zu beruhigen und so zusätzliche Fahrstabilität zu schaffen, steigt der Schweller im Bereich der Hinterräder an. Optisch verbinden die neuen Schweller die Frontlippe mit dem Heckdiffusor.

Die Abgasanlage der A110 R präsentiert sich ebenfalls im Detail modifiziert. So schirmt eine im 3D-Druckverfahren gefertigte Doppelwand am Endrohr die Umgebung vor der Hitze der Abgase ab. Durch eine geänderte Formgebung und den Wegfall der Auspuffklappe erzeugt das System darüber hinaus ein kraftvolles und harmonisches Klangbild. Fahrer und Beifahrer kommen durch die leichtere Trennwand zum Motorraum aus Aluminium und die Entfernung der Geräuschdämmung in den Genuss eines ungefilterten Sounderlebnisses.

Umfangreicher Einsatz von Kohlefaser

Auch beim markentypischen Leichtbau markiert die A110 R nochmals eine Steigerung. Dank der umfangreichen Verwendung von Kohlefaser innen und außen wiegt die neue Alpine A110 R lediglich 1.082 Kilogramm. Mit einem Leistungsgewicht von 3,6 kg/PS bewältigt sie die 1.000 Meter aus dem Stand in nur 21,9 Sekunden und gehört damit zu den Schnellesten ihrer Kategorie.

Unter anderem besteht die Fronthaube komplett aus Kohlefaser. Neben einer Gewichtsersparnis von 2,9 Kilogramm sorgt dies für eine sportliche Optik. Zusätzlich schärfen zwei Lufteinlässe, die der Optimierung der Aerodynamik dienen, das Design. Die zusammen mit dem französischen Rennprototypenhersteller Duqueine eigens für die A110 R entwickelten Räder sind ebenfalls vollständig aus Kohlefaser gefertigt und 12,5 Kilogramm leichter als ihre Pendants an der A110 S. Ihre eigenständige Formgebung senkt den Luftwiderstand und verbessert die Bremskühlung.

Zum radikal-sportlichen Charakter der A110 R trägt auch die Heckabdeckung aus Karbon mit zwei Lufteinlässen für den Motor anstelle der serienüblichen Heckscheibe bei. Die Sabelt® Sitzschalen der neuen A110 R mit 6-Punkt-Sicherheitsgurten bestehen ebenfalls aus Kohlefaser und senken das Fahrzeuggewicht um weitere fünf Kilogramm.

Schnell wie nie: von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden

Alpine kombiniert in der A110 R kompromisslosen Leichtbau und hocheffiziente Aerodynamik mit einem kraftvollen Antrieb. Das neue Topmodell der Baureihe nutzt die bereits aus der A110 S bekannte Leistungsstufe des 1,8-Liter-Turbomotors mit 221 kW/300 PS bei 6.300 1/min. Der mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelte Vierzylinder mobilisiert sein Maximaldrehmoment von 340 Nm bereits bei 2.400 1/min und beschleunigt den Zweisitzer mit Launch Control in nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit 285 km/h setzt die A110 R außerdem eine neue Bestmarke für das A110 Modellportfolio.

Ein lupenreines, auf den Einsatz auf der Rennstrecke hin optimiertes Sportfahrwerk bringt die Leistung auf den Asphalt. Hierzu zählen hydraulisch einstellbare Stoßdämpfer, mit denen sich der Aufbau im Vergleich zur A110 S exklusiv für den Einsatz auf der Rennstrecke bei abmontierten Rädern manuell um zehn Millimeter absenken lässt. Zugleich können Zug- und Druckstufe der Dämpfer für maximale Performance auf der Rennstrecke per Click-Ring 20-fach variiert werden. Zusätzlich erhöhten die Entwickler die Steifigkeit der Querstabilisatoren vorne um zehn Prozent und hinten um 25 Prozent. Auch die Federn ringsum sind zehn Prozent steifer ausgelegt.

Das aufwändig konstruierte Fahrwerk ergänzen serienmäßige Michelin Pilot Sport Cup 2 Semi-Slick-Reifen (215/40 R18 vorne und 245/40 R18 hinten) mit Straßenzulassung. Im Vergleich zu Standardreifen verfügen die Semi-Slicks über eine verstärkte Struktur und 15 Prozent mehr Grip, was sich unter anderem in einer höheren Kurvenstabilität und einer längeren Lebensdauer bei häufiger Nutzung auf abgesperrten Rundkursen niederschlägt. Alles in allem bringen sie einen Zeitvorteil von 0,5 Sekunden pro Kilometer im Rennbetrieb.

Zupackende Bremsen

Für optimale Verzögerung der A110 R sorgt eine Brembo® Hochleistungsbremsanlage mit 320-Millimeter-Verbundstoffscheiben vorne und hinten. Luftleitschaufeln beiderseits der oberen Querlenker vorne und vom Unterboden abzweigende Luftkanäle gewährleisten eine nochmals um 20 Prozent verbesserte Bremskühlung.

Zur Steigerung des Fahrvergnügens kann der Fahrer die Motor-, Getriebe-, Lenk- und Gaspedalcharakteristik, den Auspuffsound sowie die Eingriffsparameter des Elektronischen Stabilitätsprogramms ESP variieren. Drei verschiedene Fahrprogramme stehen hierfür zur Wahl: „Normal“, „Sport“ und „Track“. Letzteres ist für das Fahren auf der Rennstrecke optimiert mit schnelleren Gangwechseln, die sich ausschließlich über die Schaltwippen am Lenkrad steuern lassen. Erfahrene Lenker können für schnelle Rundenzeiten und gezielte Drifts das ESP deaktivieren.

Interieur mit Racing-Elementen

Das Interieur der Alpine A110 R inklusive Lenkrad und Sitzschalen ist komplett mit Mikrofasergewebe ausgekleidet. Anstelle der üblichen Griffe finden sich als Anleihe aus der Welt des Motorsports rote Riemen zum Schließen der Türen. Eine Plakette an der Mittelkonsole weist auf den exklusiven Charakter des Modells hin. Die Serienausstattung umfasst unter anderem das On-Board-Telemetriesystem „Alpine Telemetrics“, das Ladedruck, Getriebetemperatur, Beschleunigungswerte, Drehmoment, Leistung, Lenkwinkel und andere technische Daten in Echtzeit anzeigt. Der integrierte Chronograph lässt sich zum Messen und Aufzeichnen von Rundenzeiten auf der Rennstrecke verwenden.

Die Launchfarbe „Matt Racing Blue“ entspricht der Farbgebung des aktuellen Alpine Formel-1-Wagens A522. Das komplett aus Kohlefaser bestehende Dach ist in Glanz-Schwarz lackiert.

Quelle Text u. Fotos: © Renault Group / Renault SAS


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