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Wie man mit einfachen Mitteln verloren gegangene oder gestohlene Geräte wieder aufstöbert

Viele werden sich selbst wiedererkennen: Befand sich das Smartphone gerade noch an seinem angedachten Platz in der Hosentasche, herrscht dort nun gähnende Leere. Auch nach einer akribischen Suche will es nicht auftauchen: Das Gerät ist weg und mit ihm alle darauf gespeicherten Daten. Das ist jedoch kein Grund zum Verzweifeln: Ist der erste Schock überwunden, können Nutzer ihre verloren gegangenen Geräte schon mit einfachen Mitteln wiederfinden oder zumindest Schlimmeres verhindern.

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„Täglich werden in Deutschland zahllose Smartphones und Tablets gestohlen oder sie gehen anderweitig verloren. Ein abhanden gekommenes Smartphone ist nicht nur in materieller Hinsicht ärgerlich, in den falschen Händen bedeutet es darüber hinaus Datenverluste und im schlimmsten Fall finanzielle Schäden. Sie sollten deshalb schnell handeln, sobald der Verlust bemerkt wird. Zum Glück bieten alle großen Hersteller mittlerweile Funktionen zur Suche oder zum Sperren von Geräten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, greifen Sie zusätzlich auf Apps von IT-Sicherheitsherstellern zurück», sagt Hannes Reichel, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.

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Ist das Smartphone weg, gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und folgende Tipps bei der Suche zu beachten:

  1. Bordmittel nutzen

So gut wie alle Hersteller bieten werkseitig Such-Apps an, mit denen sich verloren gegangene Geräte wiederfinden lassen.

  • In iOS (zum Beispiel bei iPhones und iPads) öffnen Nutzer die „Wo ist?»-App und sehen sofort den letzten Standort aller Geräte (iPads, iPhone, AirPods, Apple Watch, Apple TV), die mit der eigenen Apple-ID verknüpft sind. Zudem können Sie Geräte als verloren melden. In dem Fall werden alle Zahldienste blockiert und der Nutzer kann eine Abgabeadresse auf dem Bildschirm anzeigen lassen. Sollte das nicht beim Wiederfinden helfen, kann das Gerät über die App gelöscht und gesperrt werden. Die gleichen Funktionen bietet die Seite icloud.com/find. Praktisch: Auch verloren gegangenes Gepäck lässt sich über diese App wiederfinden, wenn es mit einem registrierten AirTag versehen ist.
  • Google bietet eine ähnliche Funktion namens „Mein Gerät finden». Gehen Sie hierzu auf google.com/android/find und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an. In der Seitenleiste können Sie nun das verlorene Gerät auswählen und auf einer Karte sehen, wo es sich befindet. Auch hier lässt sich das Gerät sperren und oder löschen.

Achtung: Sobald Sie die „Daten löschen»-Funktion aktivieren, ist das verlorene iOS- oder Android-Gerät nicht mehr über die jeweiligen Such-App ortbar.

  • Für Windows-Geräte, beispielsweise Laptops, gibt es die „Mein Gerät suchen»-Funktion: Dazu muss die Suchfunktion auf dem jeweiligen Windows-Gerät aktiviert sein. Gehen Sie hierfür auf Start > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Mein Gerät suchen. Danach ist der verlorene Laptop unter https://account.microsoft.com/devices
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  1. Auf Apps von spezialisierten Drittherstellern zurückgreifen

Apps von IT-Sicherheitsherstellern, zum Beispiel die ESET Mobile Security App mit der ESET-Anti-Theft-Funktion, bieten Möglichkeiten, die weit über die Bordmittel hinaus gehen. Ist auf Ihrem Gerät der Diebstahlschutz Anti-Theft eingerichtet und mit Ihrem ESET HOME-Konto verbunden, können Sie über https://home.eset.com/ ein Gerät als gestohlen vermerken. Danach haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Verdächtiges Verhalten auf dem Gerät melden: Sie erhalten eine Benachrichtigung, wenn beispielsweise jemand versucht, die SIM-Karte zu tauschen oder das Entsperrmuster falsch eingibt.
  • Automatische Sperrung aktivieren, sobald eine bestimmte Anzahl an Login-Versuchen erreicht ist oder die SIM-Karte entfernt wird.
  • Eine Nachricht an das Gerät senden, zum Beispiel eine Abgabeadresse.
  • Fotos über integrierte Kameras aufnehmen. Diese sind dann im HOME-Portal in der Registerkarte „Bilder» einsehbar und geben Rückschluss über den Standort oder den Dieb.
  • Gefundene Geräte wieder entsperren: Hierzu tippen Sie beim wiedergefundenen Smartphone oder Tablet auf die «Entsperren»-Schaltfläche und geben danach Ihr ESET HOME-Passwort ein. Danach können Sie das Gerät wie gewohnt nutzen.
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Auf Notebooks spielt Anti-Theft einen besonderen Trumpf aus: Sobald der Rechner als gestohlen markiert wurde, startet die Software ein zuvor bei der Einrichtung angelegtes Phantom-Konto, welches alle wichtigen Daten vor dem potenziellen Dieb versteckt. Benutzt dieser den Laptop, starten sofort die Security-Maßnahmen mit Lokalisierung, Screenshots und Webcam-Aufnahmen sowie Protokollierung der IP-Adressen.

„Sollten weder die Bordmittel reichen noch Security-Apps von Drittanbietern installiert sein, ist es ratsam, Ihren Mobilfunkanbieter zu kontaktieren. Er kann Ihr Handy möglicherweise über Mobilfunkmasten orten oder es für Sie sperren, um Missbrauch zu verhindern», ergänzt Reichel.

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  1. Handeln, bevor es zu einem Verlust kommt

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Nutzer können sich schon mit ein paar einfachen Handgriffen für den Verlustfall wappnen:

  • Bildschirmsperre verwenden

Bei den meisten Geräten ist dieses Feature bereits standardmäßig aktiviert. Mit der Bildschirmsperre verhindern Nutzer, dass unberechtigte Dritte bei einem Gerät auf Bilder, Mails und alle anderen Daten auf Smartphone oder Tablet zugreifen können. Das verwendete Passwort sollte möglichst komplex und schwer zu erraten sein – und nicht aus Daten wie Geburtstag oder -ort bestehen, die leicht herauszufinden sind. Tipp: So gut wie alle neuen Geräte bieten eine Entsperrung mit Hilfe von Gesichtserkennung an. Sie bietet einen besseren Schutz als ein Passwort.

  • Ausweise ins Portemonnaie stecken

Kreditkarten oder Ausweise gehören in die Geldbörse, nicht in die Schutzhülle des Smartphones. Noch einfacher kann man es Dieben nicht machen, um Codes oder Passwörter zu knacken. Zu viele Anwender nutzen immer noch ihren Geburtstag, die Adresse oder Namen als Passwort. Zudem ist Identitätsdiebstahl mit den erbeuteten Daten wie Ausweisnummer, Adresse und Geburtsdatum kein Problem.

  • Handy gesperrt, Apps gesperrt

Installierte Apps und manche Gerätefunktionen lassen sich auch im gesperrten Zustand verwenden – zum Beispiel der Kamerazugriff und die Inhalte von Push-Nachrichten. Je weniger Anwendungen diese praktische, aber unsichere Vorgehensweise erlauben, desto besser.

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  • Eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) einrichten

Hinter dem kompliziert klingenden Wort verbirgt sich eine einfache, aber effektive Sicherheitsmaßnahme: Nutzer erweitern ihre Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) um ein weiteres Sicherheitsmerkmal. Dabei kann es sich um einen physischen Sicherheitsschlüssel, eine Authentifikationsapp auf einem Zweitgerät oder einen Fingerabdruck-Scan handeln. Ist diese MFA aktiviert, erhalten Kriminelle keinen Zugang zu Daten auf dem Gerät.

  • Backups planen

Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig, indem Sie Backups erstellen. Dies kann helfen, Informationen wiederherzustellen, wenn das Gerät verloren geht. Die Auswahl an Anbietern ist groß und viele Backup-Apps sind kostenlos oder können für kleines Geld abonniert werden.

Diebstahlschutz (z. B. ESET Anti-Theft in ESET Mobile Security) installieren und aktivieren, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Quelle: Jena pts008 ESET Deutschland GmbH