Info: Ab Acebuchal (Provinz Malaga) bis nach Casa la Mina ist der Weg nur bedingt für Pkw´s geeignet. Die Straße von Competa in Richtung Casa la Mina ist neu gemacht und gut befahrbar.

Berg auf, Berg ab bringt Sie unser Reiseausflug durch die wunderschöne Landschaft rund um den berühmten Berg Maroma. Mit unserem Jeep erkunden wird die Gegend der Sierras de Tejeda,  Sierra de Almijara und Alhama. Wir sind gut ausgestattet mit unserm Fahrzeug, denn die Straßen sind teilweise asphaltiert. Die Route eignet sich hervorragend für Geländewägen und Motorradfahrer. 

Unser Ausflug beginnt am Kreisverkehr von Nerja Richtung Frigiliana an der Autobahnauffahrt  MA 5105. Es ist 10.30Uhr, Kilometerstand auf 0 und los geht die kleine Reise durch einen der wunderschönen  spanischen Natur Parks an der Costa del Sol.

Wir biegen am Kreisverkehr Richtung Frigiliana ab und durchqueren den Ort vorbei an einer alten Zuckerrohrfabrik die heute noch in Betrieb ist. In der Fabrica Miel de Cana wird aus Zuckerrohr Honig hergestellt und verkauft. Die Fabrik ist die einzige ihrer Art in Europa.

Wir durchfahren Frigiliana Richtung Torrox und biegen bei Km7,5 rechts ab bei dem großen Schild „Bar Restaurante El Acebuchal“.

In Acebuchal können Sie auch ihre Ferien verbringen. Die ehemalig verfallen Häuser des Ortes wurden ab 1998 komplett saniert und können Tage oder wochenweise gemietet werden. Auf Komfort muss hier nicht verzichtet werden. 

Hier wird sogar selbstgebackenes Brot zu den Gerichten serviert. Der Küchenchef, verbindet eigene Ideen a la „Cocina-Creativa“  mit traditioneller spanischer Küche, was ihm sehr gut gelungen ist. Sehr lecker z.B. der „Ensalada de la Casa“ mit frischen Feigen und Apfelscheiben, verschiedene Käsesorten mir Balsamico-Essig, Kaninchen mit Sellerie-Sauce oder Hähnchen in Curry Cocos-Sauce . Außerdem versorgt Sie der Kellner mit landestypischen Weinen und Getränken — alles zu fairen Preisen.

Nur ein kurzes Stück weiter bei Km9,2 biegen wir wieder rechts ab in eine nicht asphaltierte Strasse die aber noch gut befahrbar ist. Begleitet von einer atemberaubenden Aussicht und dem Blick auf Acebuchal von oben erreichen wir bei Km9,9 eine Gabelung  und halten uns links auf einem kurzen Stück asphaltierter Straße. Bei km 14,5 treffen wir links auf die Fabrica de la Luz und folgen dem Wegverlauf durch ein breites Flussbett einem Wegweiser entlang der zum Casa la Mina zeigt.

 Nach der kurzen Erfrischung im Flussbett geht es bei der Finka Fuente Lateja nun rechts hoch und langsam erreicht unsere Reise eine gewisse Höhe, die herrliche Ausblicke zum Meer und Panoramas in die Berge mit sich bringt. 

Bei Km18,9 fahren wir direkt links vorbei am Casa la Mina. Unser Weg führt uns weiter zu einem grandiosen Ausblick bei Km19,6 den wir für ein paar Minuten genießen und dann wohlgenährt an schönen Eindrücken und Aussichten unser Tour weiter führen.

Inzwischen ist es 12.30Uhr und zwei knurrende Mägen machen sich bemerkbar. Wir passieren einen Wegweiser bei Km 24, der uns links runter Richtung Competa schickt und direkt in die kleine nette Gaststätte „Venta de Palma“, in der wir bestens gelaunt einen kleinen Snack verzehren um dann frisch gestärkt weiter düsen.

Nur wenige Meter entfernt stoßen wir auf einen Aussichtsplatz mit Blick auf Competa. Der Platz ist wunderschön gestaltet mit verschieden Mosaiken und Bildern, Sitzgelegenheiten und hervorragend geeignet für ein nettes Picknick. 

Wir fahren auf der Straße Richtung Algarobo Costa/Torre del Mar weiter und biegen Links ab bei Km 24,8. 

Nur kurz darauf bei Km 25,5 kommt eine Abzweigung und wir fahren rechts ab Richtung Salares/Arches auf die MA115. An der nächsten Kreuzung bei Km 31,5 biegen wir ab nach Arches. Wen die frische Bergluft hungrig macht, kann auch wieder hier in Arches bei der einer Bar Tapas und Getränke verzehren. 

Wir fahren zurück auf die Hauptstraße weiter Richtung Salares, Wegweiser auf die MA 4108/Canillas de Aceituno MA 4105, vorbei an einem weiteren Picknickplatz bei Km 36,9. Wir biegen rechts ab bei Km 38,4 und erreichen Salares, ein kleines weißes Dorf, das einlädt zu einem Spaziergang durch die verwinkelten Gassen hinauf zur Pfarrkirche Santa Ana (Minarettturm im Mudejar-Stil). 

Unterhalb befindet sich eine Bar mit einer schönen Terrasse und nettem Ambiente. Wir schlendern ein wenig durch den Ort, der eine Fläche von 10 km2 und 210 Einwohner hat. Man bezeichnet die Einwohner als „Salareños“. Wie in so vielen Dörfern der Axarquía, zogen die moslemischen Vertreter von Salares nach dem Fall von Vélez Málaga im Jahre 1487 in die Kreisstadt, um sich ihrer Siegermacht zu unterwerfen. Dieses Ereignis fand am 29. April 1487, also nur zwei Tage nach der Eroberung von Vélez statt.

Sehenswürdigkeiten: Pfarrkirche Santa Ana (Minarettturm im Mudejar-Stil), römische Brücke über den Río Salares, Brunnen Albarrá, Berggipfel Cerro del Puerto.

Wir verlassen Salares wieder und halten uns rechts Richtung Canillas de Aceituno /Sedella auf der MA 4107 und folgen dem Straßenverlauf. Es geht bergab durch den Naturpark Sierras de Tejeda, Almijara und Alhama.

Am darauf folgenden Kreisverkehr Km 49,8 nehmen wir die zweite Ausfahrt nach Velez Malaga und kurz darauf, am nächsten Kreisverkehr bei Km 51,4 drehen wir eine 360 Grad Wende und fahren ab nach Canillas de Aceituna, wo wir nun unser Auto parken.

 Dieses wunderschöne, malerische Dorf in der Axarquía erstreckt sich mit seinem Labyrinth von Straßen über einen der Berghänge des beeindruckenden Massivs der Sierra Tejeda. Sein Gemeindegebiet reicht bis in die Nähe des Gipfels Pico de la Maroma (2.065 Meter), auch „Dach von Málaga” genannt. Bei der Ankunft in dieser Gegend fühlt sich der Besucher plötzlich wie aufgesogen von einer spektakulären Landschaft. Zum einen durch das Gebirge an sich und zum anderen durch die herrlichen Panoramablicke, die er von jedem beliebigen Punkt aus genießen kann. Der nördliche Bereich ist mit Pinienwäldern bedeckt, die in der Nähe der Gipfel von Felsformationen unterbrochen werden. Im Süden dagegen entspricht die Landschaft, ohne an Gewicht zu verlieren, eher der für die Axarquía typischen Berglandschaft mit sanften Hügeln, auf denen Wein und Oliven angebaut werden, welche sich an manchen Stellen mit Obstplantagen und Gemüsegärten abwechseln. Die „Canilleros“ Einwohner von Canillas de Aceituno wohnen auf einer Fläche von 42 km2 und sind mächtig stolz auf ihre Sehenswürdigkeiten: Kirche Nuestra Señora del Rosario, Casa de los Diezmos, mittelalterliche Wasserzisterne, den Plaza de la Constitucion, die traumhaft gestalteten Blumengassen und Ihre Lammspezialitäten…

Wir machen uns auf die Suche nach einem netten Lokal und stoßen gleich beim Plaza de la Constitucion und dem Ayuntamiento auf mehrere reizvolle Bars-Restaurantes.  Links neben dem Ayunamiente ist der Wanderweg auf den Maroma, wir sind uns aber einig, dass wir diese Steile Tour von 5500m lieber ein andermal bezwingen.

Wir machen uns auf den Weg zum Parkplatz, verlassen das schöne Städtchen und fahren im Kreisverkehr weiter nach Vinuela, Velez Malaga. Nur Augenblicke später werden wir belohnt mit einer unglaublich schönen Aussicht auf den Vinuela See der sich an den Berg Anfängen entlang streckt. 

Um den See verteilt gibt es einige schöne Restaurants, die zu einem romantischen Dinner mit Blick auf den See einladen.

Wir erreichen eine Gabelung bei Km 60,0 und halten uns rechts Richtung Colmenar/Granada und Ruta del Aceite y los Montes. Kurz darauf sehen wir eine Brücke, die über den Rio Bermuza führt und bewundern die altertümliche Architektur.

Weiter durch den Ort Vinuela, erreichen wir beim rausfahren bei Km 63,7 die Straßengabelung und biegen links ab auf die Hauptstraße Richtung Los Romanes. Bei Km 64,9 müssen wir links abbiegen und fahren entlang am linken Ufer des Vinuela Sees. 

Auf der gegenüberliegenden Uferseite befindet sich unter anderem das Hotel Vinuela . Wir machen einen kurzen Stopp bei Km 70,3 an einem Restaurante „El Pantano“  nebenan auf dem Gelände befindet sich das Restaurant und der Campingplatz „Presa de la Vinuela“ die beide eine schöne Terrasse und eine bestechende Aussicht auf den Vinuela See haben. 

Viel Spaß bei beim Reisen

Text und Fotos: Linda Hess